Debatte – Hannover: Inklusion und Barrierefreiheit ausbauen

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Hannover zur barrierefreisten Stadt machen

Debatte: Hannover barrierefrei! 20 Ideen von Jan Reicherdt für die Weiterentwicklung Hannover als barrierefreiste Stadt des 21.Jahrhundert.

April 2002: Das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung verfolgt laut §1 das Ziel, „die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung zu beseitigen und zu verhindern sowie ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Dabei wird ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen.“

2019 steht Hannover im Bundesvergleich schon nicht schlecht da. Es gibt dennoch viel zu tun, um Menschen mit einer körperlichen Einschränkung in allen Bereichen der Gesellschaft teilhaben zu lassen: Mobilität, gleiche Bildungs- und Berufschancen, uneingeschränkte Teilnahme an Freizeit- und Kulturangeboten und ausreichend ausgestatteter und bezahlbarer Wohnraum. Eine Stadt kann es sich nicht leisten, nicht entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Jeder Mensch hat das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe in einer Gesellschaft.

Jan Reicherdt fordert

– Eltern sollten von Geburt des gehandicapten Kindes an von Sozialarbeitern oder Inklusionsberatern unterstützt werden;

– diese Sozialarbeiter oder Inklusionsberater sollten Eltern alle Möglichkeiten aufzeigen, um ihrem Kind die bestmögliche Schulbildung zu ermöglichen, damit es später eine gute Ausbildung machen kann;

– Förderung der geistigen Fähigkeiten, um mögliche Defizite altersgerecht auszugleichen;

– regelmäßige IQ-Test;

– Euro-WC-Schlüssel für alle Eltern mit Rollstuhl-Kindern (der Schlüssel soll später an das Kind übergeben werden);

– Rollstuhl-Toiletten nachrüsten mit Euro-WC-Schloss;

– Behinderten-Sportangebote fördern (Paralympischer Standort Eishockey musste in Langenhagen schließen);

– ÖPNV schneller barrierefrei ausbauen;

– Idee für die Stadtbahn: Linie 6 (Messe Ost) verlängern bis Messe Süd, im Gegenzug Linie 1 (Laatzen) auch bis Messe Süd verlängern. Dort Infrastruktur schaffen (IKEA und Studenten- Wohnheim sind schon da). Vorteil der Idee: Entlastung der Messe-Linien, weil sich die Fahrgäste nicht auf eine Linie konzentrieren müssen;

– Wohnungsgesellschaften bei Neubauten verpflichten, in jedem Neubau das Erdgeschoss barrierefrei zu halten;

– Arbeitgeber dazu bringen, mehr gehandicapte Menschen einzustellen (Quote erfüllen);

– ein Förderprojekt für Arbeitgeber, Menschen mit Behinderungen auszubilden und anschließend zu übernehmen;

– Inklusionsberater für Erwachsene in jedem Stadtbezirk;

– Rollstuhlbegleithunde-Schule;

– E-Lade-Säulen für E-Rollifahrer;

– öffentliche Rollstuhl-Toiletten im Steintorviertel (es gibt nur eine!);

– bessere Organisation der Veranstaltungen von „Hannover Tourismus“ für Rollifahrer;

– jährliche Veranstaltungen zum „Welt-Tag der Inklusion“ am 5.Mai;

– Veranstaltern/Locations ermöglichen, eine Behinderten-Toilette zu bekommen (zum Beispiel im Apollo Kino, in Linden und im Capitol);

– wenn einige – oder alle – diese Projekte umgesetzt sind, Werbung dafür machen, um andere Städte zu animieren.