Debatte – Mit Wandergärten Innenstadtbegrünung vorantreiben

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Hannover muss grüner werden

Was kann eine Stadt tun, um das Klima in Ballungsgebieten besser zur regulieren? Sie muss grüner werden. Das gilt auch – trotz der Eilenriede und unseren schönen Parks – für Hannover. Denn durch die Verdichtung in der Bebauung entstehen immer mehr Hitzeinseln. Die Stadt steht vor einem Dilemma: Sie benötigt einerseits Wohnraum, andererseits Grünfläche. Was ist zu tun?
Ein wunderbares Beispiel für Innenstadtbegrünung liefert das tolle Projekt „Urban Gardening – Bahnhofsgarten“ von „Mein Einkaufsbahnhof“. Menschen kommen zusammen, verweilen, reiben oder riechen an den Pflanzen, erfreuen sich der Natur inmitten der Stadt. Gleichzeitig wird für Ziele in der Region und regionale Lebensmittel geworben.
Der Pop-up-Garten zeigt, wie innovativ Grünflachen in der City und im öffentlichen Raum zum konsumunabhängigen Verweilen geschaffen werden und wie zugleich ein Bildungsauftrag erfüllt werden kann.
Und so kann man daraus ein Pilotprojekt machen: Die Grundidee muss sein, solche Projekte auf das gesamte Stadtgebiet und die Stadtzentren in der Region durch eine Art „Wandergarten“ auszudehnen. Unsere Ideen sehen vor, Flächen im öffentlichen Raum zu identifizieren und Partnerschaften mit Gärtnereien, Landwirtschaftsbetriebe und Kleingärten für die temporäre Begrünung über Hochbeete und Kübelbepflanzung zu suchen.
Die Umsetzung könnte in Kooperation mit Schulen und ehrenamtlichem Engagement von Senioren geschehen. Dazu veranstaltet die Stadt Workshops, Aktionen und Talks rund um das Thema „Eine grüne Innenstadt unterstützt das Klima“. Die Kosten werden von Stadt und Region getragen.
Und alle sind involviert: Die Fachbereiche Tiefbau sowie Umwelt- und Stadtgrün, private Expert*innen, Jung und Alt in der Umsetzung – und alle profitieren. So stelle ich mir ein grünes Hannover vor.