Debatte - „Hannover Haus“ für Bildung, Kultur und zum Wohnen

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Hannover braucht ein “Hannover Haus” zum Wohnen, Lernen und aufeinander Zugehen

Bundesweit fehlt es an Wohnraum und Orten, an denen sich Bürgerinnen und Bürger begegnen können. Das will inzwischen auch die Politik erkannt haben. Gehandelt wird anders - zumindest in Hannover scheint Raum zum Wohnen und Raum für Gemeinschaft nicht auf der Agenda zu stehen. Statt auf den Bedarf der Bürger*innen einzugehen, entsteht immer mehr Großgewerbe, wie zum Beispiel Hotels oder internationale Konsumkonzerne. Was läuft hier schief?

Und damit nicht genug: Statt das zu erhalten und umzugestalten, was man hat, wird es an den nächsten - bekanntermaßen unzuverlässigen - Investor verscherbelt. Ich spreche vom ehemaligen Maritim Hotel am Friedrichswall, das nun dem ehemaligen Betreiber des Ihme-Zentrums gehört. Dieser möchte den Komplex als neues, modernes Hotel wiederbeleben. Was davon zu halten ist, hat die Vergangenheit gezeigt. Verantwortungslos, wie die Stadt mit dem Eigentum der Hannoveranerinnen und Hannoveraner umgeht.

Das ehemalige Maritim Hotel hätte ein Leuchtturm-Projekt werden können - insbesondere im Zusammenhang mit zum der Bewerbung „Kulturhauptstadt 2025“. Meine Idee: Statt das Maritim Hotel unkreativ zu verscherbeln, hätten wir - die Bürgerinnen und Bürger - daraus das „Hannover Haus“ gestalten können: ein Haus für Kunst und Kultur, ein neues Zuhause für den Knabenchor Hanover, der aus der Meterstraße ausziehen muss, ein Haus für Politik, ein Haus für Bildung, ein Haus für Dialog und Gemeinschaft, ein Haus für generationsübergreifendes Wohnen, ein Haus für Studenten - ein Haus für Visionen.

Am 27. Oktober haben die Hannoveranerinnen und Hannoveraner die Wahl, sich ausdrücklich für eine Stadt bekennen, die wir gemeinsam denken, gestalten und in der wir gemeinsam Entscheidungen treffen. Eure Stimmen für mich sind Stimmen für die gemeinsame Stadt.