Plädoyer – "Fridays for Future" ist eine einmalige Chance
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Bei “Fridays for Future” sind nun unsere Ideen für die Gestaltung unserer Gesellschaft gefragt

Eigentlich sollte man meinen, dass es in Sachen Klima- und Ressourcenschutz keine zwei Meinungen geben kann. Gibt es aber. Und dann gibt es noch diejenigen, die keine Meinung haben und die Kinder und Jugendlichen für das großartige gesellschaftliche Engagement diskreditieren. Das ist schäbig.

Die „Fridays for Future“-Bewegung ist politischer als es ein Großteil der Wahlberechtigten bei der Wahl von Stefan Schostok zum Oberbürgermeister 2013 war. Damals ist nur einer von vier Hannoveranerinnen und Hannoveranern zur Wahlurne gegangen. Ein desaströses Zeichen.

Die „Fridays for Future“-Bewegung hat uns etwas geschenkt – sie hat nämlich den schwierigen Anfang gemacht, zu dem wir Jahrzehnte zu zaghaft, faul oder feige waren. Und sie lässt sich nicht beeindrucken von den Anfeindungen, Diffamierungen und Erniedrigungen.

„Fridays for Future“ hat uns die Möglichkeit geschenkt, mitmachen zu dürfen bei der Gestaltung unserer Gesellschaft. Diese einmalige Chance sollten wir nicht wegwerfen. Nun ist es an uns, sich Gedanken um das „Wie“ zu machen und gemeinsam mit den Jugendlichen an der Umsetzung der Forderungen zu arbeiten.

Wer anderer Meinung ist: kein Problem. Man hat die Möglichkeit mitzumachen oder es zu lassen. Das ist in einer demokratischen Gesellschaft so. Und es gibt darüber hinaus sogar die Möglichkeit, von den späteren Erfolgen zu profitieren, obwohl man das Engagement der jungen Menschen vorher herabgewürdigt hat. Das ist auch Demokratie.

Und eines ist gewiss: Die jungen Menschen fahren keinen Egotrip. Die setzen sich für eine moderne, nachhaltige, gemeinsame Gesellschaft ein. Die beste Gesellschaftsform, die wir vielleicht haben werden. Jetzt ist die Zeit dafür.